Aktuelle Ausgabe

Ausgabe 2 / 2019 © pixabay.com

Spa Lounge

© Euphoria Retreat
© Euphoria Retreat

Social Media


Folgen Sie uns



Apps & Digitales ABO!

ACHTUNG NEU!
Sie können WELLNESS WORLD Business jetzt ganz bequem überall unterwegs auf Ihrem iPhone, iPad oder Android Smartphone lesen. Sie müssen nur entweder auf den Austria Kiosk gehen, oder die iOS App im  App-Store bzw. die Android App herunterladen und schon geht´s los!

ePaper

Falls Sie WELLNESS WORLD Business digital lesen wollen dann klicken Sie auf den undefinedLINK!

Termine

Aquanale 2019

05. bis 08. November 2019
Ort: Kölnmesse

Internationale Fachmesse für Sauna, Pool und Ambiente mit Schwimmbad und Wellnessforum
Angebote für die Schwimmbad-, Sauna- und Wellness-Branche.
Weitere Informationen auf www.aquanale.de
­­­



Alles für den Gast Herbst


Vom 9. bis 13. November 2019

Ort: Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1, 5020 Salzburg

Weitere Informationen www.gastmesse.at


 

BIOFACH & VIVANESS 2020

Internationale Fachmesse für Naturkosmetik

Vom 12. bis 15. Februar 2020
Ort: NürnbergMesse

Information & Anmeldung: www.vivaness.de



European HEALTH & SPA AWARD 2020

Die Oscars der Wellness- & Spa-Branche
Auszeichnung für die Besten! 

Am ....... 2020

Eine unabhängige Jury hat nach einem zweistufigen Verfahren die besten europäischen Spas, Thermen, Day Spas, Kuranstalten, Medical Spas, Treatments und innovativsten Produkte ausgewählt.
Informationen zu den Nominierten und Gewinnern von 2019 unter www.health-spa-award.com

News

Der Fokus des Marketings hat sich schon lange vom Produkt weg, zu den Bedürfnissen und Erwartungen des Konsumenten hinbewegt. Die Wellnessbranche...

Weiterlesen

Webseiten zum Preisvergleich in der Tourismusbranche bestehen seit den frühen 2000er Jahren. Erste Anbieter waren Skyscanner, Google Flights und...

Weiterlesen

Moderne Möglichkeiten einer individuellen Gesundheitsvorsorge durch ein Zusammenspiel von Medizin und Technik wurden am 21. August 2018 im Rahmen des...

Weiterlesen

Das im Juli 2018 neu eröffnete Euphoria Retreat in Mystras, Griechenland, empfängt den Gast mit seinen hohen Steinmauern und den erdfarbenen Gebäuden...

Weiterlesen

Digitale Sprachassistenten sind in Deutschland am Vormarsch. Die Studie „Deutschland, deine Sprachassistenten“ der Dualen Hochschule Baden-Württemberg...

Weiterlesen

Die Hotelkette Marriott hat sich für ihr neues Projekt mit den internationalen Tech-Firmen Samsung und Legrand zusammengetan und ein sogenanntes...

Weiterlesen

Mit dem neuen Kassensystem „Entry Assistant“ steigt TAC nun auch in den deutschsprachigen Bädermarkt ein. Die Access Control Software soll als...

Weiterlesen

Auf die kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an die Regierung zur konkreten Umsetzung und dem Zeitplan der Nationalen Tourismusstrategie bleib...

Weiterlesen

Das ist die zentrale Frage des 29. TFA (Tourismus Forum Alpenregion), das in diesem Jahr vom 1. bis 3. April stattfindet. Nach Flims Laax Falera im...

Weiterlesen

Herausragendes Spa Management wird auch heuer im Rahmen der Beauty Düsseldorf (29. – 31. März 2019) ausgezeichnet. Der Bewerbungsprozess um den Titel...

Weiterlesen

In der österreichischen Tourismusbranche herrscht momentan eine Diskussion rund um das neue Arbeitszeitgesetz. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger...

Weiterlesen

Anlässlich des European Tourism Day, der größten jährlichen Tourismuskonferenz in Europa, wurden erstmalig die europäischen Hauptstädte des...

Weiterlesen

Longevity Wellness Worldwide eröffnet im Juni 2019 ein neues Gesundheits- und Wellnessresort in der Algarve in Portugal. Im großzügigen Wellness- und...

Weiterlesen

Durch das von der Regierung veranlasste Kippen des für Mai 2018 geplanten generellen Rauchverbots in der Gastronomie stellt Österreich immer noch das...

Weiterlesen

Die renommierte Spa-Beraterin Patrizia Bortolin und Massageexperte/Schamane Stefano Battaglia haben gemeinsam „Glowing Flow“ entwickelt, ein neues...

Weiterlesen

Dr. Karin Stengg, die ärztliche Leiterin des la pura women's health resort im Kamptal hat mit ihrem Team ein Programm zum Thema Healthy Aging...

Weiterlesen

Die Medizinische Universität Wien wird ab 2019 vermehrt auf Virtual Reality Konzepte bei der Wissensvermittlung setzen. Für die Studierenden heißt...

Weiterlesen

Immer mehr Hotels bieten sogenannte Signature Treatments an. Sie sollen die Philosophie des Hauses verkörpern und den Gästen ein einzigartiges...

Weiterlesen

An der Chalmers University of Technology wurde ein neues Testgerät entwickelt, mit dessen Hilfe Schwindel besser als je zuvor diagnostiziert werden...

Weiterlesen

Wissenschaftler der Georgia State University haben herausgefunden, dass Fastentage oder Diäten, bei denen auf Kohlenhydrate verzichtet wird, einen...

Weiterlesen

Vom 21. bis 22. November 2018 findet der zweite European Health Prevention Day statt. Die Veranstaltung, in deren Rahmen letztes Jahr 80 Experten aus...

Weiterlesen

Die französische Luxus-Naturkosmetikmarke Nuxe hat vor kurzem das erste eigene Spa in Italien im Santo Stefano Spa Relais im Piemont eröffnet. Das...

Weiterlesen

Marriotts Luxury Collection eröffnet im März im „Parklane Resort & Spa“in Limasoll, Zypern das neue „Kalloni Spa“. Das 3000 m2 große Spa umfasst zwölf...

Weiterlesen

Die Vivaness ist die internationale Fachmesse für Naturkosmetik, sowie Plattform für Innovationen welche ausschließlich Naturkosmetik-Produkte nach...

Weiterlesen

Mit einem neuen Mágico Körperpflege-Komplett-Set will Dr. Spiller Pure SkinCare Solutions die tropische Welt des Amazonas hautnah erlebbar machen....

Weiterlesen

Auf über 1.100 Höhenmetern lädt das Hotel Gemma im Herbst zum Bergtrecking durchs Kleinwalsertal ein. Zwei Autostunden von München entfernt kann man...

Weiterlesen

Die in Lissabon geborene Berliner Künstlerin Leonor Antunes wird zum ersten Mal ihr Werk in Mailand ausstellen. Die Besucher erwartet eine...

Weiterlesen

Die Royal Academy of Arts in London wird ab Herbst 2018 eine Ausstellung des international bekannten Architekten Renzo Piano unter dem Namen „The Art...

Weiterlesen

Nachhaltigkeit: Es gibt immer Alternativen

Von banalen Maßnahmen, wie der Verwendung biologischer Lebensmittel und umweltschonender Müllentsorgung, bis hin zu längerfristigen Projekten, wie Mitarbeiterschulungen und energetische Sanierung – die nachhaltigen Alternativen zu herkömmlichen Vorgehensweisen sind vielfältig.

Das "Boutiquehotel Stadthalle" ist das erste Null-Energie-Hotel Europas. © Boutiquehotel Stadthalle

Für Marianne Daberer bedeutet nachhaltiges Wirtschaften: Handeln nach gesunden Verstand. © der daberer.das Biohotel

Thomas Pirktl sieht im nachhaltigen Wirtschaften eine Chance für das Unternehmenswachstum. © Alpenresort Schwarz

Michaela Reitterer ist vom Nutzen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise überzeugt. © Boutiquehotel Stadthalle

Häufig scheitert die Umsetzung solcher Vorhaben jedoch an den finanziellen Mitteln. Zahlreiche Hotelbetriebe, wie das „Boutiquehotel Stadthalle“ in Wien, „der daberer. das biohotel“ in Kärnten oder das „Alpenresort Schwarz“ in Tirol, haben diese Angst überwunden und versuchen theoretische Überlegungen zur Nachhaltigkeit in die Praxis umzusetzen.

Tradition trifft auf „eierlegende Wollmilchsäue“.
Mag. Matthias Koch, Geschäftsführer des Hotelleriefachverbandes der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) hält nichts von „eierlegenden Wollmilchsäuen“, sprich Hotellerieunternehmen die von traditionellen Angeboten, bis hin zu den modernsten Trends alles anbieten: „Unter Nachhaltigkeit verstehe ich Authentizität, das bedeutet eine Linie – und diese kompetent – zu verfolgen.“Damit dies nicht zu einem betrieblichen Wachstumsstillstand führt, gilt es auf Selbsterneuerung und Weiterentwicklung zu bauen: „An nachhaltiges Wirtschaften darf nicht zu systemisch herangegangen werden“, so Koch und ergänzt, „geschlossene Regelkreise führen zwangsläufig zu einer Einschränkung des unternehmerischen Spielraums und die Intuition geht verloren.

“ Thomas Pirktl, Geschäftsführer des Alpenresorts Schwarz, erkennt ebenfalls keinen Interessenskonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Unternehmenswachstum. Er baut bei der Planung und Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen auf Kreativität: „Dies fördert die Innovationskraft eines Unternehmens und verbindet verschiedene Interessensgruppen.“

Mag. Matthias Koch:
„Unter Nachhaltigkeit verstehe ich Authentizität!“

Nachhaltigkeit als ganzheitliches Paket.
Michaela Reitterer, Vorsitzende des Österreichischen Hotellerieverbandes und Inhaberin des „Boutiquehotels Stadthalle“, dem ersten „Null-Energie-Hotel“ Europas, sieht Nachhaltigkeit als Gesamtpaket: „Halbherzigkeit oder versuchtes „Greenwashing“ ist in der Regel kein Weg um nachhaltig Erfolge zu erzielen. Das Nachhaltigkeitspaket muss ganzheitlich gesehen werden. Nur wenn man selbst als Eigentümer dahintersteht, kann der Gast das Endprodukt schätzen.“
Laut Marianne Daberer, Leiterin des Biohotels „der daberer“, sind es bereits die kleinen Schritte die zählen: „Unser grüner Faden als Biohotel ist natürlich „bio“. Das erstreckt sich von der Baubiologie über die Energieversorgung bis hin zu den verwendeten Produkten in der Küche, im Restaurant, als auch im NaturSpa.“ Daberer setzt bei der Hotelführung den berühmten Hausverstand ein: „Nachhaltiges Wirtschaften ist für mich – ganz einfach gesagt – das Wirtschaften des gesunden Verstandes. Nur wenn ich neben meinem Betrieb auch auf meine Mitmenschen – dazu zählen Mitarbeiter, Gäste sowie Bewohner der Region – und meine Umwelt achte, kann ich langfristig nachhaltig und guten Gewissens Wirtschaften.“
Das nötige Know-how darf im Zuge von Intuition, Hausverstand und Kreativität jedoch nicht zu kurz kommen. Zu vielfältig sind die Dimensionen über die sich betriebliche Nachhaltigkeit erstrecken, meint auch Reitterer: „Da spielen soziale, ökologische und ökonomische Komponenten eine wichtige Rolle. Neben augenscheinlichen Dingen, wie dem effizienten Umgang mit Energie, beispielsweise durch thermische Sanierung oder anderen baulichen Maßnahmen, ist Regionalität ein wichtiger Faktor in punkto Nachhaltigkeit. Tourismus steht zwar für die Überwindung von Grenzen und Mobilität, das muss aber nicht heißen, dass das Essen der Gäste um die halbe Welt reist. Nachhaltiger Konsum spart CO2 und unterstützt die regionale Wirtschaft.“
Hausverstand, Intuition, Kreativität und Impulsivität  – klingt als müssten Hoteliers in allen Bereichen kompetent sein. Ganz nach traditionellem Gewinnstreben stellt sich hier unwillkürlich die Frage: Inwieweit lohnen sich diese Anstrengungen?

Thomas Pirktl:
„Generell wird es wichtiger werden, Nachhaltigkeit beziehungsweise die Kriterien für deren Umsetzung transparent für alle Interessensgruppen zu gestalten und zu kommunizieren.“

Kosten und Nutzen.

Etwaige finanzielle Startschwierigkeiten bei der Umsetzung von Nachhaltigkeitsprojekten, können durch Förderungen von Seiten des Bundes, der EU sowie vom Klima- und Energiefond überwunden werden: „Es gibt einige Programme und Förderungen. Das reicht von Zuschüssen für Biomasseanlagen, über Photovoltaik, bis hin zu E-Mobilität“, erklärt Michaela Reitterer.Marianne Daberer zweifelt teilweise an den Bedingungen für den Erhalt von Förderungen: „Macht es Sinn Biofische aus der entferntesten Ecke Österreichs anzukarren, nur weil eine bestimmte Norm 20 Prozent Setzlinge aus Biozucht vorschreibt?“ Auch für Reitterer sind manche Förderungen häufig zu weit von einer realistischen Kalkulation entfernt: „Hier gibt es in Zukunft noch einiges zu verbessern. Eine Art „One-Stop-Shop“ für Unterstützungen wäre beispielsweise wünschenswert. So könnte mit nur einem Antrag bei mehreren Stellen um Förderungen angesucht werden.“
Thomas Pirktl sieht in den Förderungen nur einen zusätzlichen Anreiz: „Die grundlegende Motivation zur Umsetzung der Maßnahmen, sollte von den Unternehmen selbst kommen.“
Die wirtschaftlichen Vorteile lassen dann auch nicht lange auf sich warten: „Natürlich bringt Nachhaltigkeit auch Kostenersparnisse. Eine gut sanierte Gebäudehülle sowie der Einsatz von erneuerbaren Energieträgern und modernen Elektrogeräten, schlagen sich mit einer Ersparnis von mehreren tausend Euro am Ende des Jahres nieder. Vor allem in Zeiten, in denen sich die Belastungen für Tourismusbetriebe stetig erhöhen, ein nicht zu unterschätzender Faktor!“, so Reitterer.
Zusätzlich haben nachhaltig wirtschaftende Betriebe auch Wettbewerbsvorteile, ist Jörn Wiedemann, Unternehmensbetreuer beim Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie, überzeugt: „Es ist eine Möglichkeit für Betriebe sich von der Masse abzuheben. Der Trend der Billighotels wird weiterhin abnehmen – die Gäste wollen Qualität, nicht Quantität.“ Dies bestätigt auch Matthias Koch: „Die Leute konsumieren zum Teil bewusster. Herkunft, Herstellungsweise und der Umgang mit der Natur gewinnen immer mehr an Bedeutung. Nachhaltigkeit ist so zu einem wichtigen Entscheidungsfaktor im Konsum allgemein geworden.“

Michaela Reitterer:
„Natürlich bringt Nachhaltigkeit auch Kostenersparnisse."

Der Blick in eine nachhaltige Zukunft.

Als langfristiger Prozess werden Programme zur Nachhaltigkeit in den nächsten Jahren immer wieder vor Grenzen stoßen und Korrekturen eingeschlagener Richtungen von Nöten sein. Weiterentwicklungsbedarf sieht Jörn Wiedemann vor allem im Bereich einer verantwortungsbewussten Mitarbeiterführung: „Allein in Österreich und Deutschland bemerkt man einen signifikanten Fachkräftemangel im Bereich der Hotellerie. Die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sollte daher in Zukunft auf der Prioritätenliste ganz oben stehen. Die hohe Fluktuationsrate von Arbeitnehmern in der Hotelleriebranche könnte so gesenkt werden. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben etwas Sinnvolles zu tun, werden auch krankheitsbedingte Ausfälle und Burn-Outs weniger, während die Arbeitsmotivation ansteigt.“
Neben der weiterhin wachsenden Bedeutung ökologischer Maßnahmen, sieht Thomas Pirktl vor allem im Bereich der Aufklärung über Nachhaltigkeitsprogramme Aufholbedarf: „Generell wird es wichtiger werden, Nachhaltigkeit beziehungsweise die Kriterien für deren Umsetzung transparent für alle Interessensgruppen zu gestalten und zu kommunizieren. Möglich wäre dies zum Beispiel durch einen Nachhaltigkeitsbericht oder der Berechnung des ökologischen Fußabdruckes eines Unternehmens."
Jörn Wiedemann weist auf ein weiteres wichtiges Kriterium zur Weiterentwicklung von Nachhaltigkeitsprogrammen hin: „Langfristig wird es immer wichtiger werden, dass Unternehmen – nicht nur in der Hotellerie – miteinander kommunizieren. Nur durch Kooperation kann das nötige Know-How ausgetauscht werden."

© WELLNESS WORLD Business 05/2013