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European HEALTH & SPA AWARD 2022

Die Oscars der Wellness- & Spa-Branche
Auszeichnung für die Besten! 

Im November 2022
Ort: wird bekannt gegeben

Eine unabhängige Jury hat nach einem zweistufigen Verfahren die besten europäischen Spas, Thermen, Day Spas, Kuranstalten, Medical Spas, Treatments und innovativsten Produkte ausgewählt.
Informationen zu den Nominierten und Gewinnern von 2021 unter www.health-spa-award.com


Interbad 2022
Internationale Fachmesse für Schwimmbad, Sauna und Spa mit Kongress für das Badewesen

Vom 25. - 28.10.2022
Ort: Messe Stuttgart

Weitere Informationen auf der Webseite

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Ganzheitliche Behandlung von Rückenschmerzen

Das „Kreuz mit dem Kreuz“ – Kreuzschmerzen oder Rückenschmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule gehören zu den häufigsten Beschwerden, die zu einem Arztbesuch führen.

  ©pixaby

Spezielle Techniken der Manuellen Medizin können die Beweglichkeit wiederherstellen ©pixaby

© Peter Aluani

Foto: Peter Aluani © Peter Aluani

© pixaby

Die Kombination verschiedener Behandlungsmethoden hat sich bewährt © pixaby

Der Kreuzschmerz verursacht extrem hohe Kosten für das Gesundheitssystem. Eine Studie aus Deutschland aus dem Jahr 2005 hat gezeigt, dass die Krankheitskosten inklusive Arbeitsunfähigkeit bei circa 50 Milliarden pro Jahr liegen. In den letzten Jahren ist es aber zu einer Veränderung in den Behandlungsstrategien des akuten und chronischen Kreuzschmerzes gekommen. Gerade in der Behandlung des chronischen Rückenschmerzes sind die nicht-medikamentösen Therapien immer mehr in den Vordergrund getreten, da Medikamente hier oft nicht wirksam sind und es bei Dauerbehandlung auch zu Schäden an inneren Organen, speziell im Magen-Darm-Trakt sowie an Leber und Nieren kommen kann.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen akuten, subakuten und chronischen Kreuzschmerzen. Als akute Kreuzschmerzen bezeichnet man Schmerzen bis zu einer Dauer von 4 Wochen, als subakute Kreuzschmerzen bei einer Dauer von 4 bis 12 Wochen und als chronische ab einer Dauer von 12 Wochen. Aber nicht nur die Dauer des Kreuzschmerzes ist entscheidend, ab wann ein Schmerz chronisch wird, sondern auch der Zeitpunkt, an dem der Schmerz seine Warnfunktion verloren hat und somit auch die große Gefahr besteht, dass sich das sogenannte Schmerzgedächtnis bildet. Es ist daher sehr wichtig, Schmerzen frühzeitig und ausreichend zu behandeln, damit es nicht zur Chronifizierung des Schmerzgeschehens kommt.

Die gute Nachricht: Über 90 Prozent der akuten Kreuzschmerzen verschwinden relativ rasch, d. h. zumeist innerhalb von 2 Wochen, wieder von selbst.

Wann sollte man allerdings sofort zum Arzt gehen?

  1. bei starken Schmerzen nach einem Unfall, speziell wenn eine Osteoporose vorliegt;
  2. wenn zusätzlich zu den Kreuzschmerzen Fieber, Schüttelfrost und Allgemeinsymptome wie starke Müdigkeit oder Appetitlosigkeit auftreten;
  3. bei ausstrahlenden Schmerzen ins Knie, mit Gefühlsstörungen und natürlich speziell bei Muskelschwächen und Lähmungen;
  4. wenn in der Krankengeschichte eine Krebserkrankung vorliegt.

Hier könnten schwerwiegende Ursachen wie Infektionen, Wirbelbrüche oder Nervenbedrängungen durch Bandscheibenvorfälle bestehen.

Der akute Kreuzschmerz: Typischerweise kommt es zu einem plötzlichen Auftreten von Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule – meist nur auf das „Kreuz“ beschränkt oder mit einer Ausstrahlung an der Rückseite der Oberschenkel, jedoch maximal bis zu den Knien. Diese Schmerzen, die, wie bereits erwähnt, etwa 90 Prozent der Kreuzschmerzen ausmachen, werden in der Fachliteratur als sogenannte unspezifische Kreuzschmerzen bezeichnet, d. h. man kennt die genaue Ursache der Schmerzen nicht und kann auch mit bildgebenden Untersuchungen wie Röntgen und auch mit der Magnetresonanztomographie (MRT) die Auslöser der Schmerzen nicht sichtbar machen.

Um bei diesen Beschwerden eine Diagnose zu stellen, ist es unerlässlich, die Hände – unser bestes „Untersuchungsinstrument“ – zu benutzen und die zu behandelnde Person abzutasten.

Speziell geschulte ÄrztInnen und PhysiotherapeutInnen, die die Methoden der manuellen Medizin (oder auch Chirotherapie) verwenden, können mit sehr differenzierten Tests die genaue Ursache herausfinden und haben so auch die Möglichkeit, eine punktgenaue Behandlung durchzuführen. Ein Beispiel für eine häufige Ursache von Lendenwirbelsäulenbeschwerden ist die sogenannte „Blockierung“. Hier kommt es zu einer Bewegungseinschränkung der Gelenke zwischen zwei Wirbeln – das Gelenk „hängt“.

Zuerst wird durch eine genaue Untersuchung festgestellt, welche Wirbel blockiert sind und dann wird mit speziellen Techniken wie Mobilisation und Manipulation – wobei hier ein Knackgeräusch entstehen kann (aber nicht muss) – die Beweglichkeit wiederhergestellt. Zumeist lässt der Schmerz dann auch nach. Diese Blockierungen sind im Röntgen und auch im MRT nicht sichtbar und nur durch eine genaue manuelle Untersuchung feststellbar.

Sollte man bei jedem akuten Schmerz ein Röntgen oder MRT machen?
Sollte kein Verdacht auf eine schwerwiegende Ursache der Schmerzen bestehen, sind bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT in der akuten Phase (also in den ersten 4 Wochen) nicht sinnvoll.

ÄrztInnen, die das Verfahren der Chirotherapie einsetzen, müssen aus Sicherheitsgründen eine Röntgenaufnahme anfertigen lassen, bevor sie Manipulationstechniken anwenden. Ansonsten sind Röntgenaufnahmen nicht aussagekräftig, weil sie zumeist nur den natürlichen Umbauprozess der Wirbelsäule zeigen, d. h. die Anpassungsreaktionen auf die Belastungen des Lebens.

Es kann also vorkommen, dass ein Mensch mit vielen Abnützungen überhaupt keine Schmerzen hat und jemand mit einem „perfekten“ Wirbelsäulenröntgen starke Schmerzen.

Auch ein MRT ist bei diesen sogenannten akuten unspezifischen Kreuzschmerzen nicht sinnvoll.

Ganz im Gegenteil! Oft werden dort Bandscheibenvorwölbungen gefunden, die aber überhaupt nicht die Schmerzursache sind. Allein das Wissen, dass man Bandscheibenschäden hat, führt oft dazu, dass Schmerzen chronisch werden.

Soll man sich am besten schonen?
Nein – Bettruhe, die man hier in früheren Zeiten oft verordnet hat, ist kontraproduktiv. Man sollte unbedingt in Bewegung bleiben! Bei schwerer körperlicher Arbeit ist ein Krankenstand für einige Tage sinnvoll, aber je früher man wieder in sein „normales“ Leben zurückkehrt, umso seltener wird der Schmerz chronisch. Moderate Bewegung ist sinnvoll, sofern diese im schmerzfreien Bereich bleibt.

Welche Therapie ist bei akuten Kreuzschmerzen sinnvoll?
Nach den Empfehlungen der österreichischen Leitlinie Kreuzschmerz 2018 werden kurzfristig (einige Tage) entzündungshemmende und eventuell auch muskelentspannende Medikamente empfohlen. Diese sind rezeptpflichtig und die Ärztin / der Arzt muss das geeignete Präparat wählen, da selbst eine kurzfristige Einnahme Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen kann. Als Lokaltherapie werden vor allem Wärmetherapie und Cremen mit Capsaicin (Wirkstoff aus der Chili) empfohlen. Weitere Empfehlungen sind manuelle Techniken (wie z. B. Chirotherapie, Osteopathie, Faszientherapie, etc.), Entspannungsverfahren wie progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Akupunktur.

Viele Studien in den letzten Jahren haben verdeutlicht, dass gerade die Akupunktur ein wichtiges Behandlungsverfahren bei akuten wie auch chronischen Rückenschmerzen darstellt. Speziell bei akuten Schmerzen ist die Ohrakupunktur besonders hilfreich. Hier werden an Reflexpunkten Dauernadeln gesetzt oder aber auch Miniinfiltrationen mit z. B. TraumeelÒ durchgeführt. Oft kommt es dadurch zu sofortigen Verbesserungen der Schmerzsituation. Sinnvoll ist auch die Verwendung von TENS-Geräten. Das sind kleine Stromtherapiegeräte, die zur Heimanwendung geeignet sind und auch von den Krankenkassen bezahlt werden. Sehr hilfreich können auch zielgerichtete Infiltrationen mit Lokalanästhetika sein. Dies setzt aber eine genaue Diagnostik durch den Arzt voraus, damit die schmerzauslösende Ursache auch punktgenau behandelt werden kann. Auch Massagen können im Einzelfall helfen.

Warum können Kreuzschmerzen chronisch werden?
Es gibt viele Ursachen, warum Kreuzschmerzen chronisch werden können. Eine wesentliche Ursache liegt in speziellen psychosozialen Faktoren: begleitende Depression und Angststörung, Überforderung, Passivität oder Unzufriedenheit am Arbeitsplatz. Aber auch Rauchen, Übergewicht, geringe körperliche Kondition sowie Schwerarbeit, monotone Körperhaltung und Vibrationsexposition am Arbeitsplatz begünstigen die Chronifizierung von Schmerzen. Leider liegt die „Schuld“ auch oft bei uns ÄrztInnen. Äußerungen wie „im Röntgen ist Ihre Wirbelsäule total kaputt“ oder „bei diesem Befund sind Sie in 5 Jahren im Rollstuhl“ können dazu führen, dass Patienten eine chronische Schmerzkrankheit entwickeln.

Wichtig: Sollte ein Kreuzschmerz länger als 4 Wochen anhalten, wird ein in Schmerztherapie geschulter Arzt intensiv nach solchen Faktoren suchen und sein Mögliches tun, um eine Chronifizierung zu verhindern.

Was tun bei chronischen Schmerzen?
Das Um und Auf ist es, chronische Schmerzen so früh wie möglich zu erkennen, um dem Chronifizierungsprozess entgegenzusteuern. Je früher die Behandlung beginnt, umso besser sind die Heilungschancen.

Was hat sich in der Therapie von chronischen Schmerzen bewährt?
In der Therapie von chronischen Rückenschmerzen wird eine multimodale Strategie verfolgt. Multimodal bedeutet, dass verschiedene Behandlungsstrategien in sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden. ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen, PsychologInnen und PsychotherapeutInnen, SportwissenschaftlerInnen und auch TrainerInnen und MasseurInnen sollten hier intensiv zusammenarbeiten.
Basis der Therapie ist die Bewegungstherapie. Viele PatientInnen haben ein sogenanntes Angst- oder Vermeidungsverhalten entwickelt, d. h. aufgrund der Schmerzen vermeiden sie Bewegungen, was in weiterer Folge zur Chronifizierung führt. Daher ist es wichtig, den PatientInnen diese Mechanismen genau zu erklären und spezielle Trainingsprogramme und Verhaltenstherapien mit ihnen zu erarbeiten, damit sie ihr Vermeidungsverhalten wieder ablegen.

Welche Therapien haben sich bei chronischen Schmerzen noch bewährt?
Je chronischer der Schmerz, desto weniger helfen in der Regel Schmerzmittel. In speziellen Fällen werden Medikamente eingesetzt, die die Schmerzverarbeitung beeinflussen. Neben der Bewegungstherapie und Verhaltenstherapie werden Entspannungsverfahren wie progressive Muskelrelaxation, Impulsströme (wie z. B. das TENS-Gerät), Verfahren der Manuellen Medizin (Chirotherapie, Triggerpunktbehandlung, Faszientherapie, Osteopathie, etc.), Lasertherapie und Akupunktur empfohlen.
Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson hat sich als aktives Entspannungsverfahren besonders in der Schmerztherapie bewährt. Hier wird ein Muskel angespannt und dann aktiv entspannt. Diese Therapie ist leicht zu erlernen. Anleitungen findet man auch im Internet als Download.

Gerade die Akupunktur ist in den letzten Jahren immer mehr zu einer Standarttherapie bei chronischen Schmerzen geworden. In Studien konnte gezeigt werden, dass spezielle schmerzhemmende Systeme im Körper wieder aktiviert werden können, die bei der chronischen Schmerzkrankheit „abgeschaltet“ worden sind. Auch können durch die Akupunktur sogenannte neuroplastische Veränderungen im Nervensystem wieder rückgängig gemacht werden. Ein Therapieverfahren, das ich noch erwähnen möchte, ist die Neuraltherapie. Durch Injektion von Lokalanästhetika in sogenannte Störfelder (wie z. B. beherdete Zähne, chronisch entzündete Nasennebenhöhlen oder Narben) kann die Regulation im Körper oft wiederhergestellt werden. Sollten ambulante Therapien nicht ausreichend helfen, gibt es stationäre multimodale Therapien, die diesen Teufelskreis durchbrechen sollen. Leider gibt es in Österreich noch viel zu wenige dieser Therapieeinrichtungen.

 

Autor:
Dr. Peter Aluani
Schloßgasse 2
8073 Feldkirchen bei Graz
www.aluani.at

www.tem-zentrum.at

 

© WELLNESSWORLD Business 3-4 / 2019