Der touristische Arbeitsmarkt in der Schweiz ist unter anderem aufgrund von tiefen Löhnen, unregelmäßigen Arbeitszeiten, Saisonalität und mangelnder Arbeitsplatzsicherheit unterdurchschnittlich attraktiv. Zudem hat die COVID-19-Pandemie die Situation in diesem Bereich weiter verschärft und gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte wandern in andere Branchen mit attraktiveren Arbeitsbedingungen ab. Die Direktion für Standortförderung des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) hat die Forschungsstelle CRED-T der Universität Bern beauftragt, einen Bericht zur Situation auf dem touristischen Arbeitsmarkt zu verfassen. Langfristig werde der sich verschärfende Fachkräftemangel von Expert*innen als eine der zentralen Schwierigkeiten des Tourismus gesehen. Die Pandemie habe zudem einen Imageverlust verursacht, den der Tourismus aufgrund der Maßnahmen und der negativen Medienpräsenz erlitten habe. Ein Arbeitsplatz im Tourismus werde wegen dieser Umstände und der zukünftigen Unsicherheiten von Arbeitnehmer*innen als weniger sicher erachtet. Positiv entwickelt habe sich die digitale Transformation in touristischen Unternehmen. Ein bedeutender Faktor, der dem Tourismus neue Mitarbeiter*innen bringen würde, sei die Wertschätzung der Arbeit.
© WELLNESS WORLD Business 1-3 / 2022





