Die Rechercheplattform medizin-transparent.at. erstellt wissenschaftlich fundierte Faktenchecks für Produkte auf LeserInnen-Anfragen und veröffentlicht diese anschließend auf der Webseite. Aufgrund dieser Tätigkeit wurde diese von Cochrane Österreich betriebene Plattform nun von zwei Unternehmen, der LaVita GmbH und Dr. Wolff GmbH 2018 verklagt. Anlass dafür waren veröffentlichte Beiträge zum gesundheitlichen Nutzen eines Nahrungsergänzungsmittels von LaVita und von Hydroxylapatithaltiger Zahnpasta von Dr. Wollf. Denn „Medizin-transparent“ kam in beiden Fällen zum Schluss, dass es keine evidenzbasierten Belege für die behaupteten Wirkungen gibt. Die Klagen auf Löschung der Einträge zu den Produkten auf der Website blieben allerdings erfolglos. Das Oberlandesgericht Wien begründete das unter anderem mit der Freiheit der Wissenschaft. „Unsere Aufgabe ist es, den Wahrheitsgehalt von Gesundheitsbehauptungen zu überprüfen, damit KonsumentInnen ihre Entscheidungen z. B. zum Kauf von bestimmten Produkten anhand objektiver Fakten treffen können. Mit der Abweisung der Klagen haben drei Gerichte die Wichtigkeit unabhängiger, evidenzbasierter Information für KonsumentInnen bestätigt“, so Univ.-Prof. Dr. Gerald Gartlehner, Leiter des Departments für Evidenzbasierte Medizin und Evaluation, wo medizin-transparent angesiedelt ist. Berichte zu Produkten unter: www.medizin-transparent.at
© WELLNESSWORLD Business 3-4 / 2020





