Am 14. November war der internationale Weltdiabetestag. Ein besodneres Thema im Jahr 2020 war und ist natürlich die Corona-Pandemie. Im den Dingen genauer auf den Grund zu gehen hat die Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG) das österreichische Diabetes-Covid-19-Register ausgewertet. Denn seit April 2020 werden von der ÖDG anonymisiert Daten gesammelt über den Gesundheitszustand von Menschen mit Diabetes, die an einer Covid-19-Infektion erkrankt sind und im Krankenhaus liegen. Dies betrifft unter anderem den Body Mass Index (BMI), Informationen zur Therapie, der HbA1c-Wert (der Langzeitzuckerwert) und auch Begleiterkrankungen. Gerade der HbA1c-Wert ist wichtig bei Prädiabetis da die meisten gar nicht wissen, dass sie eine Stoffwechselerkrankung haben. Ein Viertel der Gesamtgruppe verstarb bisher im Krankenhaus. „Die Verstorbenen hatten jedoch signifikant häufiger vier oder noch mehr Begleiterkrankungen zusätzlich zu Diabetes,“ so die Präsidentin der ÖDG, Univ. Prof.in Dr.in Susanne Kaser. Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Harald Sourij ergänzt, „ wir haben gesehen, dass sich aus dem Alter, dem Vorhandensein von arterieller Verschlusskrankheit, dem Entzündungsparameter CRP, den Leberparameter AST und der Nierenfunktion (eGFR) ein Score errechnen lässt, der das Risiko für die Sterblichkeit im Krankenhaus angibt". Kaser erinnert auch noch an eine ÖDG-Forderung an Bund, Länder und Sozialversicherungsträger: "Wir brauchen ein österreichweite Diabetes Datenerfassung. Die derzeitige Krise zeigt, wie wichtig es ist, exakte Daten zu haben." Weitere nformationen unter www.oedg.at
© WELLNESSWORLD Business 3-4 / 2020





