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Ausgabe 2 / 2019 © pixabay.com

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Termine

Aquanale 2019

05. bis 08. November 2019
Ort: Kölnmesse

Internationale Fachmesse für Sauna, Pool und Ambiente mit Schwimmbad und Wellnessforum
Angebote für die Schwimmbad-, Sauna- und Wellness-Branche.
Weitere Informationen auf www.aquanale.de
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Alles für den Gast Herbst


Vom 9. bis 13. November 2019

Ort: Messezentrum Salzburg
Am Messezentrum 1, 5020 Salzburg

Weitere Informationen www.gastmesse.at


 

BIOFACH & VIVANESS 2020

Internationale Fachmesse für Naturkosmetik

Vom 12. bis 15. Februar 2020
Ort: NürnbergMesse

Information & Anmeldung: www.vivaness.de



European HEALTH & SPA AWARD 2020

Die Oscars der Wellness- & Spa-Branche
Auszeichnung für die Besten! 

Am ....... 2020

Eine unabhängige Jury hat nach einem zweistufigen Verfahren die besten europäischen Spas, Thermen, Day Spas, Kuranstalten, Medical Spas, Treatments und innovativsten Produkte ausgewählt.
Informationen zu den Nominierten und Gewinnern von 2019 unter www.health-spa-award.com

News

Der Fokus des Marketings hat sich schon lange vom Produkt weg, zu den Bedürfnissen und Erwartungen des Konsumenten hinbewegt. Die Wellnessbranche...

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Auf die kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion an die Regierung zur konkreten Umsetzung und dem Zeitplan der Nationalen Tourismusstrategie bleib...

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Das ist die zentrale Frage des 29. TFA (Tourismus Forum Alpenregion), das in diesem Jahr vom 1. bis 3. April stattfindet. Nach Flims Laax Falera im...

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In der österreichischen Tourismusbranche herrscht momentan eine Diskussion rund um das neue Arbeitszeitgesetz. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger...

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Die renommierte Spa-Beraterin Patrizia Bortolin und Massageexperte/Schamane Stefano Battaglia haben gemeinsam „Glowing Flow“ entwickelt, ein neues...

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Gesundheitsbedrohung durch Tabakrauch

Die Gesundheitsbedrohung durch das Tabakrauchen ist durch zwei Aspekte gekennzeichnet. Einerseits ist das Rauchen für einen Gutteil der RaucherInnen eine abhängig machende Erkrankung: Bis zu 80% der Tabakraucher werden abhängig, davon ein Drittel schwer Andrerseits entwickelt mindesten 50 % der RaucherInnen eine tabakassoziierte Organerkrankung, die zum vorzeitigen Tod führt.

Tabaksucht. Der Griff zur Zigarette kann schwerwiegende Erkrankungen auslösen. © Ich und Du/pixelio.de

© TIL

Die Gesundheitsbedrohung durch das Tabakrauchen läßt sich aus folgenden Daten ableiten: Weltweit stirbt alle 6 Sekunden eine Person an tabakassoziierten Erkrankungen, derzeit um die 5,4 Millionen Menschen pro Jahr. Bei Beibehaltung der jetzigen Nikotinkonsums wird die Zahl nach Schätzungen im Jahre 2025 auf 10 Millionen ansteigen. Etwa die Hälfte aller Raucher, derzeit weltweit mehr als eine Milliarde  wird durch den Tabakkonsum getötet. In Österreich rauchen derzeit von über 15-Jährigen etwa 2,3 Millionen Personen, davon 1,6 Millionen täglich. In der EU sterben jährlich 550.000 Personen an den Folgen des Nikotinkonsums, in Österreich bei konservativer Schätzung etwa 8.000.

Tabakrauch ist ein komplexes Gemisch aus über 4.800 Substanzen, darunter Gifte wie Blausäure, Ammoniak und Kohlenmonoxid. Mehr als 70 Substanzen im Tabakrauch sind nachweislich krebserregend. Bereits kleinste Belastungen mit diesen krebserregenden Stoffen können zur Entstehung von Tumoren beitragen. Zu den wichtigsten krebserzeugenden Substanzen im Tabakrauch zählen polyzyklische und heterozyklische Kohlenwasserstoffe, N-Nitrosamine, aromatische und flüchtige Amine, Aldehyde, Phenole und flüchtige organische Verbindungen sowie Metalle, darunter Arsen, Nickel, Cadmium und Blei.

Eindeutig nachgewiesen konnte der kausale Zusammenhang zwischen dem Rauchen und einer Vielzahl von Erkrankungen. In hoch industrialisierten Ländern entfällt etwa ein Drittel aller tabakassoziierten Erkrankungen auf bösartige Tumore, ein weiteres Drittel auf andere Erkrankungen des Atemtraktes und das letzte Drittel auf Herzkreislauf-Erkrankungen.

Pulmonale Gefährdung.
8 von 10 COPD-Patienten haben als Hauptursache ihrer Erkrankung das Tabakrauchen. Nach den neuesten Daten aus der BOLD-Studie (M.Studnica 2006) sind bis zu 1 Million Österreicher an COPD erkrankt, davon ungefähr 400.000 im Stadium II bis IV und 50.000 im Stadium III bis IV.

Zigarettenrauch und andere pathogene Partikel und Gase der Umwelt verursachen inflammatorische Veränderungen des Respirationstraktes, an sich eine normale Reaktion, die jedoch bei chronischer Exposition und entsprechender genetischer Voraussetzung verstärkt ist. Es kommt zur Destruktion des Lungengewebes und der Entwicklung eines Emphysems. Eine Verdickung der Bronchiolarwand sowie eine peribronchioläre Fibrose führen zur obstruktiven Bronchiolitis. In den größeren Atemwegen kommt es zur Vermehrung der Becherzellen und Schleim produzierender Drüsen, Dysplasie und Metaplasie des Bronchialepithels sind Vorläufer des Bronchuskarzinoms  Entzündliche Infiltrate und Umbau der Bronchialwand führen zur obstruktiven Bronchitis.

Etwa 80 bis 85 Prozent der Bronchuskarzinom-Mortalität werden durch das Tabakrauchen verursacht
. Durch die epidemiologische Untersuchung von 60.000 britischen Ärzten, von denen 40.000 auch nachkontrolliert werden konnten, wurde der Zusammenhang des Rauchens mit dem Bronchuskarzinom unzweifelhaft festgestellt Das Lungenkrebsrisiko steigt nicht linear mit der Zahl der gerauchten Zigaretten an. Bei PatientInnen, die durchschnittlich weniger als 15 Zigaretten pro Tag rauchen, findet sich ein unverhältnismäßig hohes Risiko. Das Rauchbeginnalter ist wesentlich. 15% aller RaucherInnen erleiden ein Lungenkarzinom, nur 10% derselben sind NichtraucherInnen.

Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein sechsfach höheres Risiko, an einem Bronchuskarzinom zu sterben.

Daher ist der Rauchstopp entscheidender Punkt, um die Progression der COPD zu stoppen. Bei vielen kann dadurch eine spätere Sauerstofftherapie vermieden werden.

Der Rauchstopp ist die wichtigste Prophylaxe gegen das Lungenkarzinom.

Kardiovaskuläre Gefährdung:
Rauchen ist einer der wichtigsten unabhängigen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen  wie Myokardinfarkt, plötzlichen Herztod, abdominelle Aortenaneurysmen und periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK).

Schon wenige Zigaretten erhöhen das Risiko.
Entsprechend der INTERHEART-Studie  ist das Rauchen weltweit für 36% des Risikos eines ersten Myokardinfarktes verantwortlich. Diese Studie  beschreibt ein mit der Zahl der täglich gerauchten Zigaretten allmählich ansteigendes Risiko für Myokardinfarkt: 1-5 Zigaretten täglich erhöhten im Vergleich mit Niemalsrauchern das relative Risiko für Myokardinfarkt auf das 1,4-Fache und 6-10 Zigaretten täglich auf das 2,1-fache u.s.w. Hingegen sprechen die Copenhagen City Heart  und andere skandinavische Studien für einen raschen Risikoanstieg schon bei wenigen Zigaretten täglich. So wurde bei Personen, die 1-4 Zigaretten täglich rauchten, ein Risikoanstieg für Tod durch koronare Herzkrankheit (KHK) auf das 2,74-Fache für Männer und auf das 2,94-Fache bei Frauen beobachtet. Viele Studien sprechen dafür, dass das Risiko für einen Myokardinfarkt durch das Rauchen bei Frauen mehr als bei Männern ansteigt. So wurde im Vergleich zu NiemalsraucherInnen ein Risikoanstieg auf das 6-Fache bei Frauen und auf das 3-Fache bei Männern beobachtet, die zumindest 20 Zigaretten täglich konsumierten. Rauchen korreliert mit der Arteriosklerose der Karotiden  und erhöht das Risiko für abdominelle Aortenaneurysmen auf das 2,63-fache, während dies für thorakale Aortenaneurysmen unterschiedlich beurteilt wird. Rauchen steigert das Risiko für PAVK auf das 6-Fache, ist damit wichtigster Risikofaktor für diese Erkrankung und schädigt die peripheren Arterien der unteren Extremität offensichtlich noch mehr als die Koronararterien.

Der Rauchstop ist die vordringlichste Maßnahme, um einen Herzinfarkt oder einen apoplektischen Insult zu verhindern.

Stoffwechselrisiko.
Rauchen ist ein unabhängiger Risikofaktor für die Entstehung von Diabetes mellitus Typ II.
Seit 1992 ist bekannt, dass  Rauchen die Insulinresistenz und damit eine der Grundsäulen von Metabolischem Syndrom und DM 2 negativ beeinflusst.
Rauchen senkt akut und chronisch die Glukosetoleranz, rauchende Diabetiker weisen im Schnitt eine schlechtere glykämische Kontrolle auf als Nichtdiabetiker und haben öfter diabetische Komplikationen. Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit, ein metabolisches Syndrom  und einen DM 2 zu entwickeln: aus den Daten der US Nurses´ Health Study ergab sich eine um 42 % erhöhte Wahrscheinlichkeit für starke Raucherinnen, einen DM 2 zu entwickeln, in der US-amerikanischen Physicians Health Study fand sich nach multivariater Analyse eine 70 prozentige Erhöhung und Kawakami fand 1997 bei 2312 japanischen Männern sogar eine 3,27-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit, die um so größer war, je früher mit dem Rauchen begonnen und je mehr geraucht wurde. In einer neuen 4-jährigen, prospektiven Studie war Rauchen, nach multivariater Adjustierung, ein unabhängiger Risikofaktor für die Entwicklung eines DM 2: starke RaucherInnen (> 20 Zigaretten/Tag) erhöhten ihr Risiko um das 2,4-fache.

Der Rauchstopp kann das Risiko für das Auftreten eines Diabetes mellitus II vermindern.

Rauchen führt zu einer erhöhten Inzidenz und rascheren Progression von diabetischen mikrovaskulären Komplikationen

Große prospektive epidemiologische Studien  zeigen, dass rauchende Diabetiker ein 2- 4fach erhöhtes Risiko haben, an sämtlichen Formen der Makroangiopathie (koronare Herzkrankheit, periphere arterielle Verschlusskrankheit und zerebrale Durchblutungsstörungen) zu erkranken, verglichen mit nichtrauchenden Diabetikern.  .

Dies gilt auch für Passivrauchen: während dies bei Nichtdiabetikern die Zunahme der Intima Media Dicke der Arteria carotis innerhalb von 3 Jahren um „nur“ 20 % beschleunigte, kam es bei Diabetikern zu einer Beschleunigung um 65 %. Anders formuliert: Rauchen, aber auch Passivrauchen sind bzgl. der Progression der Atherosklerose für Diabetiker toxischer als für Nichtdiabetiker.

Rauchen ist aber auch ein bedeutender Faktor für die mikroangiopathischen Komplikationen bei Diabetes: so ist z.B. die Progression der diabetischen Nephropathie bei RaucherInnen vs. NichtraucherInnen deutlich beschleunigt, Rauchen führt bei Diabetikern zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit für Hämodialyse und zu einer reduzierten Überlebenswahrscheinlichkeit bei der Dialyse. Rauchen ist weiters Risikofaktor für Beginn und Progression der diabetischen Neuropathie. RaucherInnen haben eine 2 – 3-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit, eine Neuropathie zu entwickeln, der Verlauf wird beschleunigt

Der Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Prognose eines Diabetes mellitus I zu verbessern!

Schwangerschaft.
Rauchen in der Schwangerschaft bedeutet Risiken für beide, Mutter und Kind. Es zeigte sich ,dass Zigarettenrauchen durch schwangere Frauen ungünstige fetale Outcomes verursachte, einschließlich Totgeburten, Spontanaborte, vermindertes fetales Wachstum, Frühgeburtlichkeit, geringes Geburtsgewicht, Plazentalösung und plötzlicher Kindstod (SIDS); und es steht in Verbindung mit kognitiven, emotionalen und verhaltensassoziierten Problemen der Kinder. Das heißt, der Rauchstopp so früh wie möglich gehört zu den entscheidenden Maßnahmen der werdenden Mutter, um ein gesundes Kind zur Welt zu bringen.

Passivrauchen.
Passivrauchen erhöht das Risiko an Lungenkrebs zu erkranken um etwa 20%; es verdoppelt das Risiko an Asthma zu erkranken, für Schlaganfall erhöht sich das Risiko um 80%, für die koronare Herzkrankheit um 20%, für die COPD (Bronchitis, Emphysem) um mehr als 30% und für ein niedriges Geburtsgewicht um 40%.

Passivrauchen ist ein wesentlicher Faktor für das Mortalitätsrisiko in Österreich.

In einer Untersuchung des Cancer Research UK, der European Respiratory Society, des Institut National du Cancer und des European Heart Networks werden die Todesfälle pro Jahr in Österreich auf 865 durch Passivrauchen zuhause und 180 durch Passivrauchen am Arbeitsplatz geschätzt. Mit 1.029 Todesfällen pro Jahr übertrifft das Passivrauchen die Zahl an Verkehrstoten pro Jahr deutlich!

Daher ist ein Rauchverbot auf allen öffentlichen Plätzen einschließlich der Gaststätten der entscheidende Schritt, um die Nichtraucher und an pulmonal Erkrankten Menschen vor den Auswirkungen des Passivrauchens zu schützen!

Zusammenfassend kann man sagen:

Tabakrauchen ist international die häufigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod.

Daher ist der Rauchstopp eine der wichtigsten Maßnahmen einerseits zur Vermeidung andrerseits zur Behandlung der häufigsten chronischen Erkrankungen der westlichen Welt. Die hohe Rückfallquote in der Raucherentwöhnung ist in erster Linie bedingt durch die Abhängigkeit und Suchtkomponente.

Daher rücken die Behandlungsmodelle von anderen chronischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Hypertonus, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale ins Blickfeld. Wie bei diesen Erkrankungen kann man davon ausgehen, dass eine einmalige therapeutische Intervention die Erkrankung nicht für das gesamt weitere Leben bewältigt. Eine Rauchertherapie berücksichtigt den wiederholten Rückfall und entwickelt gemeinsam mit den RaucherInnen Strategien zur endgültigen Bewältigung. Damit ist für einen Teil der RaucherInnen die Raucherentwöhnung als  wiederholtes Therapieangebote notwendig, bei wenigen auch eine lebenslange Therapie.

Tabakentwöhnung ist ein unverzichtbares Therapieangebot für Ärztinnen und Ärzte aller Spezialitäten im klinischen Alltag.

Prim. Dr. A. LichtenschopfÄrztlicher Leiter der SKA der PVA Weyer/EnnsMühlein 2 3335 Weyer/EnnsTel.:  07355/8651/48200Fax.: 07355/8651/48290Alfred.lichtenschopf@pva.sozvers.atPrivat: Lichtenschopf@aon.at

© WELLNESS WORLD Business 05/2013