Aktuelle Ausgabe

Cover Jubiläumsausgabe 4/2016
Cover Jubiläumsausgabe 4/2016

Spa Lounge

© 1711 Ti Sana

Social Media


Folgen Sie uns



ePaper

Falls Sie WELLNESS WORLD Business digital lesen wollen dann klicken Sie auf den undefinedLINK!

iPad App

Sie können WELLNESS WORLD Business jetzt ganz bequem auch auf Ihrem iPad überall lesen. Sie müssen sich nur die undefinedMMA-Kiosk App aus dem undefinedApp-Store herunterladen und schon geht´s los!

Termine

European HEALTH & SPA AWARD 2017

Auszeichnung für die Besten! 
Am 21. Juni 2017 im Park Hyatt Vienna

Eine unabhängige Jury hat nach einem zweistufigen Verfahren die besten europäischen Spas, Thermen, Day Spas, Kuranstalten, Medical Spas, Treatments und innovativsten Produkte ausgewählt.
Informationen zu den Nominierten und Gewinnern von 2016 unter www.health-spa-award.com


Naturkosmetik Camp

Vom 19. bis 21. Juni 2017, unter dem Motto „Pioniere wahrer Schönheit“ im Panoramahotel Oberjoch im Allgäu

Das NaturkosmetikCamp, das BarCamp für Natur- und Biokosmetik, findet zum 4. Mal statt.
Weitere Informationen, Anmeldung unter www.naturkosmetikcamp.com


Spa Camp

Vom 29. September bis 1. Oktober 2017 im Südburgenland im Falkensteiner Balance Resort***** Stegersbach.

Das SpaCamp, Ideenwerkstatt für Spa- und Wellnessunternehmen
Weitere Informationen, Anmeldung unter www.spacamp.net


News

Die EU-Wahl steht vor der Tür und wir sind aufgerufen, unsere Stimme für die besten Kandidaten abzugeben. Doch fühlen Sie sich in der Politik durch...

Weiterlesen

Sehr geehrte/r LeserIn,

ein bewegtes Jahr liegt hinter uns mit vielen spannenden Themen im Magazin, oder beim European SPA EVENT und viele strahlende...

Weiterlesen

Am 1. Februar hat Helsinkis neues Wohnzimmer, das Klaus K Livingroom, seine Pforten geöffnet. Das Besondere an diesem neuen Haus ist, dass Gäste...

Weiterlesen

Seit Beginn des Jahres 2013 bietet die Herborner Pumpenfabrik eine neue Innovation in der Pumpentechnik für den Trinkwasserbereich sowie industrielle...

Weiterlesen

Entschlacken, entgiften, entsäuern - darauf basiert das Iyashi Dôme Entgiftungspaket. Das Prinzip dieses gesunden Heilschwitzens basiert auf einer...

Weiterlesen

Am 3. und 4. Mai fand der Europäische Tag der Sonne in 20 Ländern Europas statt. Renate Fuchs, die Koordinatorin der Aktion in Österreich, kann...

Weiterlesen

Gezieltes Muskelaufbautraining findet heutzutage meist indoor statt. Nirgendwo wird soviel Sport getrieben wie im öffentlichen Raum. Eine neue...

Weiterlesen

WELLNESS WORLD Business hat eine österreichische Expertin – Karin Leeb vom Hotel Hochschober in Kärnten – eingeladen, um dazu Stellung zu nehmen.

Weiterlesen

Die Therme Wien startet ein umfassendes Schulprogramm: Mehr Fitness, Spaß und vor allem Gesundheit für alle Schülerinnen und Schüler sind das Ziel....

Weiterlesen

Neue Wellnessanwendungen verwöhnen die Gäste ab sofort im Bahari Spa des Lindner Golf & Wellness Resort Portals Nous. Das Meersalz von Es Trenc wird...

Weiterlesen

Zeitgemäße Thermen verfügen über unterschiedliche Wasserattraktionen und Bereiche für unterschiedliche Anwendungen. © skylinearchitekten

Sinnlichkeit gemeinsam zu erleben ist ein zunehmendes Bedürfnis der Thermengäste. © Heiltherme Bad Waltersdorf

Die Rückgewinnung von Wärme ist von immanenter ökologischer und ökonomischer Bedeutung in künftigen Thermenressorts. © Glen Dimplex

Die individuelle Zukunftstherme

Thermen haben eine lange Geschichte und Tradition und eine ebensolche Zukunft. Etliche Thermen sind mittlerweile in die Jahre gekommen und werden einer Modernisierung unterzogen, um sie zukunftsfit zu machen. Thermen werden aber immer wieder neu erschlossen und bestechen mit technisch-architektonischen Konzepten, die den allgemeinen Entwicklungen im Wellness- und Gesundheitstourismus Rechnung tragen (müssen).

Der klassisch-traditionelle Kurbetrieb mit seiner auf die Zeit 300 v. Christus zurückgehenden Geschichte ist in die Jahre gekommen. Thermen, mehr denn je im Trend bei den unterschiedlichsten Zielgruppen, entwickeln sich weiter. Ihre Betreiber werden angehalten sein, den Wünschen und Bedürfnissen, Erwartungen und Vorstellungen der Klienten gerecht zu werden. Insbesondere müssen sie dabei vier Entwicklungen Rechnung tragen: Die künftigen Thermen müssen Wärme und Sinnlichkeit ausstrahlen, ökologisch wertvoll sein, sie müssen entsprechende Angebote im Bereich Antiaging und Detoxing im Programm haben und sie sollen exklusive Thermenwelten bieten können, also über Räume verfügen, die den individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Um diesen Trends begegnen zu können, ist es erforderlich, den Thermen der Zukunft ein entsprechendes architektonisches, technisches Konzept zu hinterlegen.  Dieses muss individuell und unverwechselbar sein. Für Architekt DI Udo-Friedrich Schuster von skylinearchitekten wien hat die Architektur künftiger Thermenwelten auf die umgebende Bebauung, auf das natürliche Umfeld und auf die unterschiedlichen funktionellen und wirtschaftlichen Bedürfnisse des Bauherrn einzugehen. Daraus ergibt sich, dass alle Projekte grundsätzlich unterschiedlich aussehen müssen, so Schuster.

Authentische Sprache der Architektur
Geht es um die Thermen der Zukunft, geht es in erster Linie um die Architektur. Stefan Rappold von Behnisch Architekten setzt sich intensiv mit der Thermenarchitektur auseinander. Für ihn muss die Architektur entsprechend angemessen und auf die Situation des Ortes abgestimmt sein. „Thermen“, so der Architekt, „können unterschiedliche Ausrichtungen und Schwerpunkte haben, doch diese sollen sich dann in der Architektursprache wiederfinden.“ Die einzelnen Funktionsbereiche sind optimal anzuordnen, die dazwischen liegenden Zonen dürfen nicht als Restfläche verstanden, sondern müssen vielmehr in das Gesamtraumkonzept als stärkendes Element eingebunden werden. Die Auswahl der Materialien wird während des Planungsprozesses getroffen, nämlich dann, wenn klar ist, welchen Charakter das neue Gebäude erhalten soll. „Zwischen dem architektonischen Gesamtkonzept, dem Ausbau und den Materialien soll es ein Zusammenspiel geben“, so Rappold. Geht es um die Wahl der Materialien, so setzt Gernot Deutsch, Geschäftsführer der Heiltherme Bad Waltersdorf, auf Holz, „weil es ein landestypisches Baumaterial ist, das heißt, Natur pur, die man sehen und fühlen kann. In Verbindung mit Glas hat man eine Materialkombination gewählt, die auch in hygienischer Hinsicht als top einzustufen ist. Die Möbel müssen gemütlich sein und ebenso auf die Bedürfnisse der Zielgruppen abgestimmt werden.

Den Räumen Themen geben
Bei der Schaffung von Räumen geht der Trend eindeutig hin zu kleineren Räumlichkeiten, die unterschiedlichen Themen gewidmet werden. Es muss mehrere Ruheräume geben, mehrere Saunen, Dampfbäder oder Schwimmbecken. Kommunikationsmöglichkeiten, für das persönliche Gespräch ebenso wie für dieInternetkommunikation, sind zu schaffen. Die Restaurants weisen unterschiedliche Gewichtungen auf und auch für Gruppenveranstaltungen wie Mediationen oder Fitnesseinheiten sind die passenden Räume anzubieten. Was die Ruhezonen betrifft, so vertritt Deutsch klar die Linie, dass jene Räume die ruhigsten sein sollen, die am weitesten entfernt vom Zentrum des Hauses liegen. Für Stefan Rappold spielen die Raumkompositionen und die Raumsituationen intelligent zusammen und haben vor allem auch dafür zu sorgen, dass sowohl am Tag als auch in der Nacht anspruchsvolle Lichtstimmungen erzeugt werden. Die Innenraumgestaltung beeinflusst unmittelbar das Wohlbefinden des Gastes und ist somit entscheidend für den langfristigen Betriebserfolg.

Authentische Sprache der Architektur
In technischer Hinsicht ist die Energieeffizienz der zentrale Parameter, geht es um die Definition von zukunftsträchtigen Thermenressorts. Architekt Schuster: „Ressourcen- und umweltschonende Heiz-, Kühl- und Wasseraufbereitungsanlagen verfügen über einen hohen Wirkungsgrad bei der Wärmerückgewinnung aus der Lüftung, Außenwasserflächen sind vor Wind zu schützen und abzudecken, um Energie zu sparen. Energieverbrauch und somit die Betriebskosten sind zu minimieren. Daher ist es nötig, die Architektur mit der Bauphysik und Haustechnikplanung entsprechend abzustimmen. Heißes Thermalwasser ist jederzeit und in großen Mengen zur Verfügung zu stellen.“ Maik Heydrich von der Firma Glen Dimplex spricht sich für ein Betreiben der Therme zu 100 Prozent frei von fossilen Energieträgern aus. Hierzu steht heute eine Vielzahl von Lösungen aus den Bereichen Solar, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpen und Fotovoltaik zur Verfügung. Ähnlich sieht es auch Thermengeschäftsführer Deutsch: „Ein schlechtes Energiekonzept kann die Wirtschaftlichkeit einer Therme komplett zum Einsturz bringen. Energiekonzepte müssen daher nachhaltig und alternativ sein – bis hin zur Nutzung des Regenwassers.“ Das Ziel, Energie zu sparen, und das Ziel, dem Gast größtmöglichen Komfort zu bieten, sind miteinander in Einklang zu bringen. Beim Bau eines zukunftsweisenden Thermenressorts kommt es demnach darauf an, der Architektur, der Wahl der Baustoffe, einer barrierefreien Bauweise sowie der Schaffung von individuellen Räumen und der Integration des Baukörpers in das Landschaftsbild Augenmerk zu schenken. Dabei werden sparsame Energiekonzepte die Architektur künftiger Thermen in besonderem Maße beeinflussen. Für den Praktiker Deutsch ist es überdies klar, dass in der Therme der Zukunft auch der Mitarbeiter eine zentrale Rolle spielen wird: „Der Gast kommt letztlich nicht wegen der Architektur oder der Raumgestaltung, sondern er kommt, weil er individuell von bestens ausgebildeten Mitarbeitern seinen Ansprüchen entsprechend betreut wird.“

Abwechslungsreiches Angebot schaffen.
Die Räume einer zeitgemäßen Therme hängen von der Zielgruppe ab. Besonders wichtig ist die Zonierung und räumliche Trennung von unterschiedlichen Zielgruppen, wie beispielsweise Kindern und der ruhesuchenden 50+-Generation. Für alle gemeinsam benötigt man jedoch ein abwechslungsreiches Angebot, bestehend aus Ruhebereichen und Aktivzonen, Kulinarik und Shopping, Massage, Kosmetik, Beauty und Fitness. Das Innendesign muss anspruchsvoll sein, für beste Funktionalität und Haltbarkeit sorgen und die hygienische Reinigung allzeit ermöglichen. Sämtliche Materialien müssen widerstandsfähig gegen Thermalwasser sein. Bei den Böden ist die Rutschfestigkeit von höchster Bedeutung.

Wärme rückgewinnen
Ein zukunftsweisendes und innovatives Energiekonzept im Thermenressort bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung. Energieerzeugung und Energieverbräuche sind als Energiekreislauf zu bewerten. Mit den geeigneten Wärmerückgewinnungsmaßnahmen lässt sich der Energieeinsatz für Heizung und Warmwassererzeugung erheblich reduzieren. Insbesondere Abwasser- und Abluftmengen bieten ein sehr hohes Wärmerückgewinnungspotenzial, welches sich mit technisch ausgereiften Maßnahmen erschließen lässt.

Wissen, wohin die Reise geht
Geht es um die Therme der Zukunft, so spielt die Architektur eine bedeutende Rolle. Das Konzept für die Therme muss von Anfang an feststehen. Leider erleben wir in der letzten Zeit oft die umgekehrte Herangehensweise. Zuerst wird ein Gebäude gebaut, dann der Betreiber gesucht und dann das Konzept festgelegt. Dabei kommen künstliche Komplexe heraus, oft nichtssagende Hülsen. Es ist wie beim Autofahren: Bevor man wegfährt, soll man wissen, wohin die Reise geht.

Einzigartigkeit erzielen
Zukunftsorientierte Thermenressorts könnten ein besonderes Badeerlebnis für die ganze Familie sein. Einerseits könnten es Wellnessoasen für Ruhesuchende sein, andererseits müssen sie auch den Bedürfnissen der aktiven Gäste gerecht werden. Oft werden Thermen jedoch als reine Spaßbäder verstanden. Die Herausforderung für den Architekten liegt nun darin, ein Gebäude zu entwickeln, welches beide Funktionsanforderungen in einem angemessenen Maß berücksichtigt und dadurch seine Einzigartigkeit erhält.

 

© WELLNESS WORLD Business 01/2013

No comments
Add comment

* - required field

*
*
*
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.

*
*